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Liebe Freunde von Kirche im Aufbruch!
Ein kurzer Satz. Und doch ein Satz, der unglaublich weit reicht. Denn er spricht nicht zuerst davon, was wir für Jesus tun sollen. Nicht davon, was wir leisten, verändern oder verbessern müssten. Er spricht davon, was Jesus für uns ist – und was er in uns sein will.
Von Nähe. Von Gegenwart. Von einem Gott, der nicht auf Abstand bleibt, sondern sich verbindet. Jesus ist eine Wirklichkeit, die unser Leben von innen her prägen will. Nicht aufgesetzt. Nicht erzwungen. Sondern gewachsen aus Beziehung. Jesus nimmt ein Bild aus dem Alltag: den Weinstock und die Reben. Kein theologisches Spezialbild, kein kompliziertes Konzept. Ein Bild vom Leben selbst. Es ist eine Einladung in Beziehung. Eine Einladung in Verbindung. Ein Beispiel: Das Handy geht aus. Der Akku ist leer. Das Gerät selbst hat sich nicht verändert. Es ist nicht kaputt. Nicht weniger wert. Nicht plötzlich unbrauchbar geworden. Es trägt immer noch alles in sich, was es eigentlich könnte. Aber ohne Verbindung zur Energiequelle bleibt all das ungenutzt. Kein Kontakt. Keine Bilder. Keine Nachrichten. Nicht kaputt – sondern einfach nicht verbunden.
Dieses Bild führt uns mitten hinein in das, was Jesus meint zum Weinstock. Getrennt von ihm verdorrt die Rebe – nicht, weil sie schlecht wäre, sondern weil sie keinen Zugang mehr zum Leben hat. Frucht entsteht nicht durch Anstrengung, sondern durch Bleiben. Das griechische Wort menein bedeutet mehr als ein kurzes Verweilen. Es meint verwurzelt sein, wohnen, zuhause sein.
Jesus lädt seine Jünger also ein, ihr Leben in dieser Beziehung zu verankern – nicht nur in besonderen Momenten, sondern mitten im Alltag. Jesus sagt also nicht: „Komm mal kurz zu mir, wenn du Kraft brauchst.“ Er sagt: „Mach mich zu deinem Lebensraum.“ Dabei liegt das Entscheidende nicht zuerst auf unserer Seite. Jesus sagt nicht nur: Bleibt in mir, sondern auch: Ich bleibe in euch. Das Zentrum des Glaubens ist daher nicht unsere Fähigkeit, Gott festzuhalten, sondern Gottes Treue, die uns trägt.
Gerade im Alltag zeigt sich, wie sehr wir auf diese Verbindung angewiesen sind. Wie ein Akku Energie aus einer Quelle braucht, so braucht auch unser inneres Leben eine Quelle, aus der es sich speist. So lädt das Thema der Zeltstadt zu einer einfachen, aber tiefen Frage ein:
Woraus lebe ich eigentlich – und womit bin ich verbunden?
Denn Glaube beginnt nicht bei unserer Stärke, sondern bei der Nähe dessen, der sagt: Bleibt in mir – und ich bleibe in euch. Anika Wentsch
Herzliche Einladung zur unseren nächsten Veranstaltungen:
Wir segnen euch mit der Freudenbotschaft der Zuversicht, dass Jesus nach seinem Tod nicht im Grab blieb, sondern auferstanden ist. ER schenke euch und euren Familien in dieser Auferstehungszeit Frieden, Freude und neue Kraft. Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen Eure Grit-Angela Bertsch
Bildnachweis: Headerbild Maria Raichle
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